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Den Glauben festmachen – Unterwegs mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

In der Überschrift dieses Beitrages sind wichtige Grundlagen und Zielsetzungen benannt. Konfirmation von lat. confirmare bedeutet etwas festmachen. In Bezug auf die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden bedeutet dies, den Glauben fest zu machen, ihn zu bestätigen mit dem eigenen Entschluss. Warum ist das wichtig?

Die meisten der Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden als Säugling oder kleines Kind getauft. Nach dem Taufverständnis unserer Kirche sind es die Eltern und Paten, die stellvertretend für das Kind „glauben“. Die Taufe braucht den Glauben. Es geht nicht lediglich um das Wasser, sondern um die gelebte Beziehung zu Gott. In Markus 16,16 wird das deutlich: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“Nachdem die Eltern zusammen mit den Paten das Kind im Glauben erzogen haben, soll das Kind seine eigene Entscheidung zum Glauben an Jesus Christus treffen. Der/Die nunmehr Jugendliche soll seine/ihre Entscheidung zur Taufe und zum Glauben an Gott festmachen.

Neben schon Getauften gibt es auch Jugendliche, die noch nicht getauft wurden. Für sie gibt es die Möglichkeit, zur Konfirmation getauft zu werden. Die Entscheidung zum Glauben und die Erfahrung der Taufe fällt hierbei zusammen.

Den Glauben festmachen – Praktisch geschieht dies in einem wöchentlichen Kurs, den die Jugendlichen ab der 7. Klasse über 1 ½ Jahre hin bis zur Konfirmation besuchen. Als Pfarrer darf ich in dieser Zeit mit den jungen Menschen zusammen sein. Eine Prägung und ein Erfahrungsaustausch ist hier wechselseitig gegeben. Ziel ist es, dass die jungen Menschen die biblischen Grundlagen für ein Leben mit Gott vor Augen gezeichnet bekommen und für sich selbst nachvollziehen können, um für die eigene Entscheidung für ein Leben mit Gott zugerüstet zu werden. Insofern die Jugendlichen zur Entscheidung ermutigt werden, muss auch gewährleistet sein, dass sie Nein sagen dürfen und damit Kraft eigenem Willen der Konfirmation vorerst oder auch generell eine Absage erteilen. In beiden Fällen muss die Entscheidung ehrlich begründet werden.

Inhaltlich geht es im Konfirmandenunterricht um Themen wie „Wer bin ich?“, „Was spricht für oder gegen die Existenz Gottes?“, „Wer war und ist Jesus?“, „Warum ist es für uns wichtig, dass Jesus auferstanden ist?“, „Was ist Sünde?“. Wir beschäftigen uns mit der Bibel und Singen miteinander. In aufgelockerter Form und dem Einbezug moderner Medien geschieht nicht nur eine Wissensvermittlung, sondern auch ein Einüben in den Glauben. Aktuelle Fragen und Probleme können besprochen werden und die Gemeinschaft und das Miteinander unter den Jugendlichen und mir als Pfarrer ist eine wichtige Komponente. Wichtig für die Konfirmandenzeit ist außerdem die Teilnahme an einer Konfirüstzeit mit vielen anderen Konfirmandinnen und Konfirmanden für 5 Tage. Diese Zeit ist wohl für viele Teilnehmer im Rückblick die prägendste Zeit. Nicht wenige treffen hier eine eigene Entscheidung für den Glauben an Jesus Christus und sind Feuer und Flamme für Gott.

Innerhalb der Konfirmandenzeit gibt es eine Konfirmandenprüfung, in der die Konfis in einem Gespräch von 15 Minuten mit mir als Pfarrer „geprüft“ werden. Kenntnisse von Gebeten und Bekenntnissen spielen neben den Grundfragen des Glaubens eine wichtige Rolle.

Zum Abschluss und Höhepunkt der Konfirmandenzeit steht der Festgottesdienst der Konfirmation. Wir feiern Gottesdienst und Segnen die Konfirmandinnen und Konfirmanden für ihren weiteren Lebens- und Glaubensweg. Wir taufen die jungen Menschen, die sich für den Glaubensweg mit Jesus Christus entschieden haben. In der Gemeinde haben die Konfirmanden nun einen Platz in der Jungen Gemeinde, die sie auch schon während der Konfirmandenzeit kennen gelernt haben. Manche finden sich auch wieder im Lobpreisteam Königskinder unserer Gemeinde.

Und wenn dann mindestens 25 Jahre vergangen sind, bekommen die Konfirmierten eine erste Einladung zur Jubelkonfirmation.

Ich wünsche mir und bete darum, dass Menschen von Jugend auf zum Glauben finden und darin leben und erkennen, wie groß der Reichtum ist, mit dem Jesus Christus die Seinen beschenkt. Erziehung zum Glauben ist Jesusprägung und nicht lediglich Sache von Menschen, sondern ein Werk Gottes an uns und für uns.

Beitrag von: Frank Trommler

Ansprechpartner

Pfr. Frank Trommler
(03721/887504 | f.trommler[at]mailbox.org)