Buß- & Bettag
- Datum: Mi, 18. Nov 2026
- Uhrzeit: 10:00 Uhr
- Ort: Kirche Gornsdorf
- Kategorie: Gottesdienste
Buß- & Bettag
- Datum
- Mittwoch, 18. Nov 2026
- Uhrzeit
- 10:00 Uhr
- Ort
- Kirche Gornsdorf
- Kategorie
- Gottesdienste
Herzlich Willkommen!
Wir laden Sie herzlich ein.
Aktuelles aus unserer Gemeinde.

Einblicke · 24.10.2026
Packe ein Weihnachtspaket für ein Kind in der Ukraine.
Rückblicke · 22.10.2026
Nun liegen die Hoffnungstage schon ein Vierteljahr hinter uns, und wir erinnern uns gerne an wunderschöne und erfüllte Tage im Park.
Dank der vielen Gäste und Mitarbeiter wurde diese segensreiche Woche zu einem wunderbaren gemeinsamen Erlebnis.
Besonders freuen wir uns über die Bereitschaft, mit der die Spendenaktion zu den Veranstaltungen unterstützt wurde.
Die Spenden kommen dem Kindertreff „Beth Shalom“ des CVJM Silberzeche Auerbach e. V. und dem „Aktivbauplatz“ der Ev.-Luth. Kirchgemeinde in unserem Ort zugute. Sie helfen dabei, diese Arbeit zu finanzieren und somit die Angebote nachhaltig zu ermöglichen.
Damit kommt das Geld der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zugute und trägt dazu bei, die jungen Menschen in unserem Ort zu stärken.
Wir möchten allen Gästen von Herzen für die Unterstützung danken.
Wer weiter auf dem Laufenden bleiben möchte, abonniere gern den Whatsapp Kanal "Hoffnungstage 2026".
Das Orgateam der Hoffnungstage
Einblicke · 22.10.2026
Auch in diesem Jahr soll es wieder einen lebendigen Adventskalender in Auerbach geben. Gemeinsam möchten wir die besinnliche und stimmungsvolle Adventszeit gestalten, kleine Momente des Innehaltens erleben, herzliche Begegnungen ermöglichen und uns in erwartungsvoller Gemeinschaft auf das Weihnachtsfest einstimmen. Wir erinnern uns daran, dass Jesus als DER Hoffnungsträger in unsere Welt gekommen ist. Wir freuen uns auf gemütliche und liebevoll gestaltete Abende und auf gute Gespräche in der Adventszeit.
Wer möchte gern als Gastgeber einen Abend vom 01. bis zum 23. Dezember, Montag bis Samstag, ab 17.30 Uhr für ca. 30 min ausgestalten?
Fragen, Infos und Gastgebermeldungen nimmt Ines Münzner (0177/1699994) bis Ende Oktober entgegen.
Wir würden uns freuen, wenn wir in diesem Jahr alle Adventskalender-Türchen füllen könnten.
Kirche Auerbach
PREDIGTEN, IMPULSE UND ANDACHTEN.

Andachten · 23.10.2026
Pfarrer Markus Großmann
... so lautet ein christliches Sprichwort. Mir war lange Zeit nur der zweite Teil bekannt. Aber gerade durch das Danken finden wir in "wankenden" Zeiten Stabilität. Dankbarkeit ist wie ein positives Vorzeichen, an dem sich nicht nur in der Mathematik, sondern auch im Leben alles entscheidet. Und wer bereits für das Kleine und Unvollkommene im Alltag dankbar sein kann, der wird auch das Leben in seiner Gesamtheit als wertvoll erfahren und Halt im Leben finden.
Nun waren wir als Gemeinden im Herbst zu unseren Erntedankfesten gerade dankbar für die Gaben der Schöpfung. Da bin ich bei Dietrich Bonhoeffer auf einen kurzen Text über die Dankbarkeit gestoßen, der uns die Augen auch für die Dankbarkeit für unsere Gemeinden, unsere christlichen Gemeinschaften, öffnen kann: Bonhoeffer schreibt in seinem Buch Gemeinsames Leben: "Es geht in der christlichen Gemeinschaft mit dem Danken wie sonst im christlichen Leben. Nur wer für das Geringe dankt, empfängt auch das Große. [...] Danken wir nicht täglich für die christliche Gemeinschaft, in die wir gestellt sind, auch dort, wo keine große Erfahrung, kein spürbarer Reichtum, sondern wo viel Schwäche, Kleinglauben, Schwierigkeit ist, beklagen wir uns vielmehr bei Gott immer nur darüber, dass alles noch so armselig, so gering ist, so gar nicht dem entspricht, was wir erwartet haben, so hindern wir Gott, unsere Gemeinschaft wachsen zu lassen nach dem Maß und Reichtum, der in Jesus Chistus für uns alle bereitliegt."
Einerseits sehen auch wir Schwierigkeiten und schmerzliche Veränderungen in unseren Gemeinden, andererseits gibt es aber auch neue Aufbrüche und gute Entwicklungen. Wir haben z. B. neue Kirchgemeindevertretungen und den Kirchenvorstand des Kirchspiels gewählt und sind sehr dankbar für alle Kandidaturen und jede Form der Mitarbeit in unseren Gemeinden. Von Bonhoeffers Zeilen, die er schrieb, als seine Kirche unter dem Druck der Nazionalsozialisten bis zum Äußersten litt, können wir lernen, trotz allem dankbar zu bleiben. Wir dürfen der Verheißung vertrauen, die Jesus uns als seinem Leib gegeben hat: Gemeinde wächst, wo Gottes Wort ausgestreut und geteilt wird.
"Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar." [Kol 3,15]
Gottes Segen und viel Dankbarkeit wünscht – im Namen der Pfarrer, Kirchvorsteher und aller Mitarbeiter des Christuskirchspiels,
Ihr Pfr. Markus Großmann
Andachten · 23.10.2026
Pfarrer Frank Trommler
Vor 10 Jahren veröffentlichte der Schwedische Autor Tomas Sjödin das Buch mit dem Titel: „Warum Ruhe unsere Rettung ist.“ Er attestierte damals seiner Zeit: „Wir gehen mit der Ruhe um, als könnten wir eigentlich gut ohne sie auskommen.“ Zugleich schreibt er auch Sätze wie: „Es braucht nur einen Tag in der Woche, um ein Leben zu retten.“ Ich las das Buch vor ein paar Jahren, erinnere mich aber nur noch spärlich daran. Bei dem Bibelwort aus dem Buch des Predigers im Alten Testament kam die Erinnerung aber wieder hoch. Der Prediger schreibt: Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. (Prediger 4,6)
Wie geht es dir mit Ruhe? Gibt es diese Sehnsucht nach Ruhe für dich oder empfindest du Ruhe eher als eine Bedrohung? Hast du viel davon oder ist deine Ruheerfahrung eher spärlich?
Aus Sicht unserer Geschäftigkeit riecht die Ruhe nach Nichtstun und wird in der Folge negativ konnotiert. Nimmt man sich Ruhe, so ist das nicht selten mit einem schlechten Gewissen verbunden. Schließlich fangen die Gedanken gerade an zu kreisen, wenn man zur Ruhe kommen will. Da sieht man vor Augen, was versäumt worden ist oder was alles noch zu tun ist. Dabei machen Menschen doch gleichfalls die Erfahrung, dass Ruhe es erst ermöglicht, neu Fahrt aufzunehmen, Ideen freien Lauf zu lassen, und kreative Prozesse in Gang zu bringen. Ruhe ist also kein Beiwerk, sondern eine Notwendigkeit. Aber sie muss aktiv in unserem Alltag integriert werden, ansonsten ist unser Leben ein Leben der Rastlosigkeit.
Gott hat die Ruhe in die Schöpfung eingebaut. Er selbst ruht von allen seinen Werken. Wohlwollend schaut er auf das Werk der Woche, betrachtet seine Schöpfung, der er ein „sehr gut“ attestiert. Auch den siebenten Tag segnet Gott wie sein Schöpfungswerk. Zugleich heiligt er ihn, weil er an ihm ruhte. Später, als er seinem Volk am Berg Sinai die Weisungen und Gebote gab, machte er die Ruhe für die Menschen zum Gebot. So wie Gott von seinen Werken ruhte, so soll auch der Mensch ruhen, sich unterbrechen und innehalten. Das heißt, um mit Tomas Sjödin zu sprechen: „Die Ruhe ist keine Belohnung, nichts, das man sich verdienen muss. Sie ist eine Pflicht.“
Ruhe lässt mich aufmerksam werden für das, was ist. Sie hilft mir, auf Sendung zu bleiben für Gott und die Menschen, mit denen ich unterwegs bin. Ruhen ist damit auch eine geistliche Übung, um Gott Raum einzuräumen in meinem Alltag. Vor Gottes Wort komme ich zur Ruhe. In diesem Sinne wünsche ich eine gesegnete Zeit und regelmäßige Ruheerfahrungen zum Aufatmen.
Frank Trommler, Pfarrer
Andachten · 23.10.2026
Pfarrer Frank Trommler
Mit einem vollen Teller Suppe den Weg vom Herd zum Esstisch zu beschreiten – das ist gar nicht einfach. Ich habe mir sagen lassen, dass Kellner nicht auf die Suppe, sondern auf den Gast schauen, dem die Suppe zu bringen ist.
Fokussiert zu leben, d.h. entschieden zu leben. Und das hat etwas mit meinem Blick, ja mit meinem Fokus zu tun. Treffe ich nicht die Entscheidung, wie ich heute den Tag angehen will, so überlasse ich den Umständen, wie ich lebe.
Ich will dich fragen: Worauf ist dein Blick gerichtet?
Denn worauf dein Blick gerichtet ist, das bestimmt dich auch innerlich und äußerlich. Ich richte meinen Fokus nicht allein auf das Problem oder die Probleme. Das Problem sorgt für sich selbst, dass ich es nicht vergesse. Vielmehr richte ich meinen Fokus auf das Ziel und auf den, dem keine Grenzen gesetzt sind. Und das ist Gott. Und das ist immer Gott. Von ihm her und zu ihm hin bin ich geschaffen. Er ist Schöpfer und Erhalter. Ihm liegt deine und meine Vergangenheit sowie unsere Gegenwart und Zukunft zu Füßen. In ihm ist alles beschlossen und deshalb entscheide ich mich, dass er mein Fokus sein soll.
Deshalb beginne ich auch meinen Tag nicht einfach blindlings. Ich stürze mich nicht einfach in die Flut des Alltags und warte nur darauf, dass ich allem aus eigener Kraft begegnen kann, was sich mir in den Weg stellt. Es braucht nicht viel, damit ich von einer Welle zu Boden gezogen werde, den Halt verliere und in der Folge mit dem Kopf unter Wasser gerate. Und das verunsichert mich erst mal. Ich gehe deswegen nicht unter und ertrinke, aber ich verliere den Fokus. Ich halte mir vor Augen, dass ich nicht der Fels in der Brandung bin. Ich bin Nachfolger und nicht Vorauseiler. Ich folge Jesus. Ich suche mit meinem inneren Auge Zeichen, die mir Gott schenkt. Ich bekomme Impulse für das, was zu tun und zu lassen ist. So kann ich zwischendrin fragen, Herr, was willst du, dass ich tue? Ich bin unterwegs mit einem hörenden Herzen und achte auf das, was der Heilige Geist mir Richtungsweisendes mit auf den Weg gibt. Wir dürfen unterwegs sein mit einem lebendigen Gott. Und er ist nicht stumm, er spricht dieser Welt zu, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Ich kann Gott gegenüber diese Offenheit zum Ausdruck bringen und beten: „Herr, ich will mich für dich und dein Reden offenhalten. Ich will das üben. Und ich bitte dich, dass du mir hilfst. Du und dein Wort sollen den Lauf dieses Tages bestimmen. Ich will nicht dem Zufall überlassen, was mich heute prägt. Herr, lass mich sehen, was du siehst. Segne mich und lass mich ein Segen sein. Präge mich.“
Und um in diese Haltung hineinzufinden, hilft es mir, Gott zu loben, seinen Namen zu ehren. Ja, mir vor Augen zu führen, dass allein Gottes es wert ist, Herr genannt zu werden. Im Lob Gottes versetze ich mein Inneres in die Realität des Reiches Gottes. So kann ich einen Choral singen oder auch ein Lied anhören, was sich mir imponiert. Und das richtet mich aus. Das Lob Gottes gibt mir Fokus und hält mein Herz auf Sendung. Ich erkenne, wer ich bin vor Gott und wer ich sein soll.
Ich erkenne in Gott mein Gegenüber. Ich bestimme mich von der Quelle her und lasse mich von der Quelle speisen. Bibelworte helfen mir, den Fokus zu behalten und ihn auch wieder zu finden, wenn ich diesen in der Hektik des Alltags verloren habe. Mir hilft es gerade in der Konfrontation mit Entmutigung, mir ein Wort vorzuhalten, was mir in den Sinn kommt. Ein Beispiel: Manchmal bin ich früh schon entmutigt oder im Laufe des Tages habe ich den Eindruck, dass in weiter Ferne von Gott bin. Und dann kann ich sagen: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“
Dabei geht es nicht um eine blinde Freude an den Umständen, über die man sich nicht freuen kann, sondern es geht um die Freude an Gott, der meine Umstände relativiert und der einen anderen Blick hat auf das, was meinen Weg begrenzt. Es geht darum, Gott Raum zu geben und ihn den Herrn sein zu lassen. Er sagt: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Ich ordne mich ihm unter.
Nicht immer habe ich eine Bibel dabei, aus der ich ein Wort zitieren kann und wo ich suchend unterwegs sein kann für das, was gerade jetzt entscheidend ist. Aber ich kann mir Verse, die mir helfen, auswendig lernen, um damit Gott im Blick zu behalten. Es ist eines der besten Mittel, um gezielt und fokussiert zu leben.
Ich lasse nicht zu, dass ich zugemüllt werde. Deshalb verschließe ich mich so gut es geht, auch all dem, was meinen Blick von Jesus wegwendet. Auch das ist ein aktiver Beitrag, um meinen Fokus zu halten. Oder ich konfrontiere das, was ich sehe mit Jesus und rede mit ihm darüber. Damit muss alles unter seine Herrschaft.
Bei alldem wird mir auch bewusst, was ich wirklich brauche und was mich eher ablenkt. Nur Gott kann mir das geben, was ich wirklich nötig habe. Das Ziel ist, dass ich Jesus ähnlicher werde. Das ist das große Ziel des Lebens und aber auch das Ziel des einzelnen Tages. Und das heißt: ich übe und lerne dazu. Ich falle hin und darf Gott darum bitten, mir wieder aufzuhelfen und meinen Fokus zu korrigieren.
Er will, dass ich mich bekleide mit seinen Schätzen und dass ich meinen Wert darin sehe, was er mir zugesprochen hat in seinem Wort. Gottes Wort gilt und es bleibt in Ewigkeit. Mit Fokus auf Gott, bin ich nicht Opfer der Umstände, sondern darf wie ein Wellenreiter auf den Wellen surfen, die Gott mir schenkt.
In diesem Sinne wünsche ich jedem und jeder von euch einen gesegneten und behüteten Sommer.
Frank Trommler, Pfarrer