Kirche Auerbach

Christus­kirch­spiel

rechtliche & Geistliche Basis

Liebe Gemeindeglieder,
ab dem 1. Januar 2021 werden unsere neun Kirchgemeinden in Adorf, Auerbach, Burkhardtsdorf, Eibenberg-Kemtau, Gornsdorf, Jahnsdorf, Klaffenbach, Meinersdorf und Neukirchen in einem Kirchspiel zusammenarbeiten. Die rechtliche Selbstständigkeit der jeweils einzelnen Kirchgemeinde wird dadurch nicht aufgehoben. Jede Gemeinde wird weiterhin vom Kirchenvorstand – der ab Januar Kirchgemeindevertretung des Ortes ist – geleitet. Es ist uns wichtig und wir haben uns dafür entschieden, dass in allen Orten die Kanzleien als Kontaktmöglichkeiten mit den bisherigen Öffnungszeiten erhalten bleiben. Ihre Anliegen sind dort also weiterhin in guten Händen. Die Pfarrer und Mitarbeitenden werden ihren Seelsorgebezirk und ihre Dienstbereiche behalten, sich aber bei manchen Aufgaben häufiger als bisher gegenseitig unterstützen, vertreten und abstimmen. Für das Kirchspiel wird es eine gemeinsame Verwaltung geben, die ihren Sitz im Pfarrhaus Burkhardtsdorf hat. Alle Mitarbeitenden werden im Kirchspiel angestellt sein und es wird auch einen gemeinsamen Haushalt für alle Gemeinden geben. In diesem Haushalt werden weiterhin viele Einnahmen und Ausgaben transparent und der jeweiligen Gemeinde zuordenbar dargestellt. Die Friedhöfe verfügen über separate Haushalte. Aus jeder Kirchgemeindevertretung der einzelnen Orte wird im Dezember ein Kirchenvorsteher für das Kirchspiel bestimmt. Diese neun Kirchenvorsteher bilden zusammen mit drei weiteren im Januar zu berufenden Kirchenvorstehern sowie mit den Pfarrern den Kirchenvorstand des Kirchspiels. Dieser vertritt das gesamte Kirchspiel rechtlich nach innen und außen. Er wird beispielsweise die Anliegen der neun Kirchgemeindevertretungen beraten und die rechtsverbindlichen Verträge der Gemeinden bzw. des Kirchspiels beschließen.

Grundhaltung für die Zusammenarbeit

Neben diesen juristischen Grundlinien möchten wir Ihnen gern auch unsere Grundhaltung für die Zusammenarbeit kurz vorstellen: Der Kirchenvorstand und das Kirchspiel haben eine dienende Funktion für die neun Gemeinden. Sie sorgen für die Balance des Zusammenwirkens, arbeiten konzeptionell für unsere Region und initiieren und leiten gemeinsame Projekte. Die Kirchgemeindevertretungen sollen die Belange ihrer Kirchgemeinde im Blick haben und leiten. Jede Kirchgemeinde hat für sich eine je eigene Tradition, ihre Gottesdienste sowie Gruppen und Kreise. Dadurch hat jeder Ort eine geistliche Identität. Diese soll im Christuskirchspiel gepflegt und gefördert werden, denn die Nähe zu den Menschen vor Ort ist uns wichtig. Im Blick auf die Zusammenarbeit im Kirchspiel streben wir eine geistliche Einheit an, die durch vertrauensvolles und geschwisterliches Miteinander geprägt sein soll. Wir folgen dem gemeinsamen Auftrag von Jesus Christus: „Gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ (Mt 28,19) Dabei sind wir getragen von Jesu Zusage: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" (Mt 28,20). In unserem Handeln wollen wir „Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ (Mt 22,37-39) und unseren „Nächsten lieben wie uns selbst“ (Mt 22,37-39). Weil Jesus Christus das Fundament unserer Kirche ist, haben wir uns für den Namen „Evangelisch-Lutherisches Christuskirchspiel Erzgebirge“ entschieden.

Mit der Bitte um Ihr Gebet für den weiteren gemeinsamen Weg und Ihre Unterstützung in allen dazu umzusetzenden Prozessen, grüße ich Sie herzlich – im Namen von Pfr. Daniel Bilz, Pfr. Frank Trommler, Pfr. Heiko Wetzig, Pfr. Christian Kaufmann und der Kirchenvorstände –
Pfr. Markus Großmann

Beitrag von: Pfr. Markus Großmann

Kollekten für die "gemeinsame Gemeindearbeit"

Der Zusammenschluss zum Ev.-Luth. Christuskirchspiel Erzgebirge bringt neben gemeinsam gelebtem Glauben, verschiedenen Projekten und einer engeren geistlichen Zusammenarbeit, wie im Text zuvor schon erwähnt, auch einen gemeinsamen Haushalt mit sich. Man kann das vielleicht ein bisschen mit einer Ehe vergleichen – jeder bringt etwas ein und alles soll zum Wohl der neuen Gemeinschaft und zur Ehre Gottes dienen. Nun wird es selbstverständlich jede Kirchgemeinde mit all ihrer Lebendigkeit, Gemeindearbeit und ihren Gebäuden Vorort weiterhin geben. Auch sämtliche projekt- und gebäudebezogenen Rücklagen aus Spenden verbleiben in den Gemeinden. Ebenso wird es weiterhin möglich sein, ganz konkret DIE Kirche im Ort oder DAS Projekt der Gemeinde Vorort, z. B. die Jugend- oder Seniorenarbeit, finanziell zu unterstützen. Da wir uns jedoch mit unseren neun Kirchgemeinden als EINE strukturelle, personelle und geistliche EINHEIT verstehen, werden wir die vielen Aufgaben und Dienste, denen jede Kirchgemeinde gleichermaßen nachgeht, auch finanziell gemeinsam tragen. Für die Kollekten in den Gottesdiensten, die nicht für landeskirchliche Zwecke vorgesehen sind, bedeutet das konkret: Die bisherige „Kollekte für die eigene Gemeinde“ wird ersetzt durch die „Kollekte für unsere gemeinsame Gemeindearbeit“ und wird eingesetzt für die Finanzierung der gemeinsamen Aufgaben im Kirchspiel. Wir bitten Sie und euch als Gemeindeglieder, diese nun zukünftig gemeinsame Gemeindearbeit im Kirchspiel auch durch die Kollekten in den Gottesdiensten zu unterstützen. Denn das, was dort eingelegt wird, kommt wiederum jeder einzelnen Gemeinde zugute. Mit Blick auf unsere gemeinsame Aufgabe, Gottes Reich zu bauen und in festem Vertrauen darauf, dass Gott uns auch in dieser neuen Gemeinschaft geistlich und auch materiell versorgen und segnen wird, grüßen wir Sie & euch mit dem Wort aus Matthäus 6,33: „Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“
Madlen Bucher im Namen der gemeinsamen Kirchspielverwaltung und der Kirchenvorstände

Beitrag von: Madlen Bucher (Kirchspielverwaltung)




Februar 2022

Liebe Gemeindeglieder,

seit dem 1. Januar 2021 – also etwas über ein Jahr – gibt es unser Christuskirchspiel Erzgebirge nun schon. Ein guter Anlass einmal (kurz und dankbar!) zurückzublicken. Bereits vor der Gründung des Zusammenschlusses unserer 9 Kirchgemeinden (Adorf, Auerbach, Burkhardtsdorf, Eibenberg-Kemtau, Gornsdorf, Jahnsdorf, Klaffenbach, Meinersdorf und Neukirchen) haben Vertreter der damaligen Kirchenvorstände (jetzt Kirchgemeindevertretungen) darüber beraten, wie eine Zusammenarbeit in guter Weise gelingen könnte. Wichtig war allen, dass jede Kirchgemeinde vor Ort mit ihren individuellen Prägungen in ihrer geistlichen Identität gepflegt und gefördert wird und dass wir ein vertrauensvolles und geschwisterliches Miteinander in geistlicher Einheit leben – zum Wohl der Menschen in unserer Region und zur Ehre Gottes.

Der Rückblick auf die Arbeit der „Hauptamtlichen“ und des gemeinsamen Kirchenvorstandes zeigt an etlichen Stellen, dass wir näher zusammengerückt sind: Die Arbeit im Kirchenvorstand ist sehr gut angelaufen, sie ist immer wertschätzend und zielorientiert, auch wenn es oft eine Fülle an Themen und Beschlüssen zu beraten gilt. Nicht zuletzt ist dieser gemeinsame Austausch und das „Miteinander ringen“ um gute Lösungen aber auch eine Bereicherung für die gemeindliche Arbeit und hier und dort tun sich neue Möglichkeiten auf. Die Zusammenarbeit mit den Kirchgemeindevertretungen der Gemeinden hat sich schon gut eingespielt und es ist gut und richtig, dass hier die konkrete Gemeindearbeit vor Ort gestaltet und verantwortet wird.

Bei den Diensten unserer Verkündigungs­dienstmitarbeiter gab es nach außen kaum sichtbare Veränderungen. Die Zusammenarbeit der Pfarrer ist inzwischen noch vernetzter geworden. So vertreten wir Pfarrer uns zum Teil öfter untereinander in unseren Diensten und profitieren vom gemeinsamen Austausch. Die vielfachen kleinen Anstellungen in der Kirchenmusik und in der Gemeindepädagogik sind auf den Ort bezogen und werden nach und nach gemeinsam in den Blick genommen werden. Auch die VerwaltungsmitarbeiterInnen – mit „zentralem Verwaltungssitz“ im Kirchspiel – arbeiten sehr gut und eng zusammen, um Arbeitsabläufe zu optimieren.

Auch wenn uns alle die Corona-Pandemie etwas in Atem gehalten und bei der einen oder anderen Umsetzung teilweise ausgebremst hat, blicken wir sehr dankbar zurück auf dieses erste Kirchspieljahr. So konnte zum Reformationsfest auch der erste gemeinsame Gottesdienst mit allen Kirchspielgemeinden gefeiert werden und die gemeinsamen Telefonandachten erreichen täglich dankbare Zuhörer. Im kommenden Jahr werden wir nun am 27. März 2022 einen zweiten gemeinsamen Gottesdienst in der Eurofoam arena Burkhardtsdorf feiern und zum Reformationstag finden mehrere gemeinsame Gottesdienste in den Kirchen unseres Kirchspiels statt. - Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für alles Engagement an alle ehren- und auch hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen! Wir wollen weiter auf Jesus Christus vertrauen, dass unsere Zusammenarbeit weiter so gut „läuft“ und ein Segen für die Menschen unserer Orte ist.

Im Namen der Pfarrer & des Kirchenvorstandes,
Pfr. Markus Großmann